Dorfkirche Buk (PL) (ehem. Böck, Gemeinde Daber)
ehem. ev. Kirchspiel

Im Jahr 1286 wird erwähnt, dass Herzog Bogislaw von Pommern der St. Marienkirche in Stettin sechs Hufen Land im Dorf Böck gab. Seit 1771 befand sich das Gut Böck im Besitz von Friedrich Wilhelm von Lepel. Die Kirche ist ein Feldsteinquaderbau des 13. Jahrhunderts mit geradem Ostschluss und schiffsbreitem Turmuntergeschoss. Der Turmaufsatz mit Satteldach ist spätmittelalterlich. Die ebenfalls später angefügte Nordsakristei diente als Gruft. Die ursprüngliche schlanke Dreifenstergruppe in der Ostwand musste zwei verbreiterten Spitzbogenfenstern weichen. Der Ostgiebel mit einer siebenteiligen Staffelblende wurde erneuert. Ähnlichen Blendenschmuck zeigt auch der Westgiebel. Auch die Fenster der Schiffssüdseite wurden verändert, analog das Südportal. Auf der Nordseite sind keine Fenster. Ursprünglich ist wohl das Westportal mit Granitgewände.
Das Kircheninnere wird vom barocken Kanzelaltar geprägt. Er wurde 1711 von Erich Löffler aus Stettin geschaffen, der auch für die Altäre in Stolzenburg (Stolec) und der Jakobi-Kirche in Stettin verantwortlich zeichnet. 1850 erhielt die Kirche ein Gemälde "Die Marter des Hl. Petrus" aus dem 15. Jahrhundert als Schenkung.
Der Kirchhof ist von einer Mauer aus Mischmauerwerk umschlossen. Auf der Südseite stehen wohl die Überreste des ehemaligen Kriegerdenkmals. Der alte Friedhof ist nicht mehr vorhanden.
Seit der Reformation in Pommern ist das Gotteshaus evangelische Pfarrkirche, Filialkirche war Daber (Dobra). Letzter Kirchenpatron war die Rittergutsbesitzerfamilie Pritzel. 1945 wurde die Kirche entschädigungslos zugunsten der katholischen Kirche in Polen enteignet. Buk ist heute - wie auch Redziny (Nassenheide) und Stolec (Stolzenburg) - Filialkirche in der katholischen Pfarrei Dobra und gehört zum Dekanat Sczcecin-Pogodno im Erzbistum Stettin-Cammin.
(weitere Quelle: Wikipedia 24.09.2014)

Quellen:
Pommersche Dorfkirchen, Buch, Heinrich Schulz, Verlag H.F. Beck, Herford / Westfalen, 1963