Dorfkirche Wąwelnica (PL) (ehem. Wamlitz, Gem. Daber)
ehem. ev. Kirchspiel

Das Kirchdorf Wameliz gehörte zum Besitz der Marienkirche in Stettin seit deren Gründung im Jahr 1263 durch den pommerschen Herzog Barnim I. Außer dem Kapitel der Marienkirche waren aber auch Ritter in Wamlitz belehnt worden, zu denen die Muckerwitz gehörten. Als Bernd Muckerwitz 1579 verstarb, setzte Herzog Ernst Ludwig seinen Kanzler Henning von Ramin als Lehensnachfolger ein. Zu dieser Zeit gab es bereits eine Kirche im Dorf. Der heute erhaltene kleine rechteckige Feldsteinbau mit Einsprengungen und Architekturdetails in Backstein könnte auf diesen Kirchbau zurückgehen, bzw. auf dessen Grundmauern und mit seinen Steinen wiedererrichtet worden sein. Das spitzbogige  Backsteingewände der Priesterpforte auf der Südseite erinnert an eine frühe Entstehungszeit der später barock überformten Kirche. Das kupfergedeckte Satteldach ist im Osten abgewalmt. Am Westgiebel erhebt sich ein hölzerner Turmaufsatz mit einer geschlossenen hölzernen Laterne. Die Fenster der Ostwand zeigen Glasmalereien aus der polnisch katholischen Zeit. Im Norden ist eine Sakristei angebaut worden. Auf dem Mauerwerk ist eine Ritzquaderung erkennbar. Der Innenraum ist flachgedeckt und nach polnischen Maßstäben katholisch eingerichtet. Bis 1939 hatte das Dorf Wamlitz zum Kreis Randow im Regierungsbezirk Stettin der Provinz Pommern gehört. Es wurde am 15. Oktober 1939 in den Kreis Ueckermünde eingegliedert, bei dem es bis 1945 blieb. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wamlitz unter polnische Verwaltung gestellt und in Wąwelnica umbenannt. Die Kirche wurde zugunsten der polnischen katholischen Kirche entschädigungslos enteignet. Vom alten Friedhof ist nichts mehr erhalten. Der Kirchhof und die Kirche machen einen gepflegten Eindruck und lassen auf ein reiches religiöses Leben schließen.
(weitere Quelle: Wikipedia vom 25.10.2014)