Dorfkirche Pogreß (Gemeinde Wittendörp)
kath. Filialkirche Mariä Geburt

Das Wittenburger Land erhielt in den 1920er Jahren eine Zuwanderung katholischer Siedler aus Westfalen und dem Emsland. Mit den Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Wunsch nach einer eigenen Kirche immer stärker. 1949 wurde der Grundstein für die 1950 fertiggestellte Kirche, die die Gemeinde aus eigener Kraft und mit wenigen Mitteln als 'ihre' Kirche errichtete, gelegt. Der rechteckige, aus Granitsteinen errichtete Bau besitzt einen etwas eingezogenen Chor, in dessen Dach die Südsakristei mit einbezogen wurde. Auf dem Westgiebel steckt ein kleiner Dachreiter; er beherbergt eine kleine Glocke. Schlanke rundbogige Fenster lassen Licht ins Innere und Eintritt gewährt ein rundbogiges Stufenportal auf der Westseite. 1979 wurde die Kirche renoviert und der Altarraum nach den Belangen des Zweiten Vatikanischen Konzils umgestaltet. Die Konsekration des aus Terrazzo gefertigten Altares bildete den Abschluss der Umgestaltung. Über dem Altar hängt ein Kruzifix mit Korpus. Links vor dem Altarraum steht die 1953 von G. Tyllack aus Holz gefertigte Skulptur der Gottesmutter Maria. Auf der Empore erklingt zum sonntäglichen Gottesdienst eine Orgel, die um 1890 von der Firma C. Geissler in Eilenburg gebaut wurde. Um 1933 kam die Orgel aus Paderborn nach Wittenburg und dann später nach Dümmer. 1963 baute die Firma Nietschmann aus Schwerin die Orgel dann in Pogreß auf. Im Osten schließt sich ein mit Hecken umsäumter Friedhof an. Hinter dem Friedhofstor steht eine Trauerhalle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001