Dorfkirche Dołuje (PL) (ehem. Neuenkirchen, Gemeinde Daber)
ehem. ev. Kirchspiel, Parafia pw. Christusa Króla Wszechświata ("Christus, König des Weltalls")

Dołuje liegt im östlichen Vorpommern an der Grenze der Ueckermünder Heide, elf Kilometer westlich von Stettin. Das Kirchdorf wird Ende des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Herzog Otto I. bestätigte 1336 der Marienkirche vom Kloster Stettin die 1331 erfolgte Schenkung. Zu dieser Zeit gab es bereits eine Kirche, die im Jahre 1657 mit Turm bis auf die Grundmauern niederbrannte, nachdem das Dorf 1625 von der wütenden Pest fast völlig seiner Einwohner beraubt wurde. Im 19. Jahrhundert hatte das Dorf um die 700 Einwohner. 1927 hatte das Kirchspiel mit der Filialgemeinde Wamlitz (heute: Wawelnica) und den Orten Sparrensfelde (Skarbimierzyce), Köstin (Koscino), Neu Linken (Lubieszyn) und Grenzdorf mehr als 1300 Gemeindemitglieder. Bis zum 14. Oktober 1939 war Neuenkirchen ein Dorf im Landkreis Randow im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern. Danach gehörte es zum Landkreis Ueckermünde. Neuenkirchen war bis 1945 Teil des Kirchenkreises Stettin-Land im Westsprengel der Kirchenprovinz Pommern in der Kirche der Altpreußischen Union. Von der ehemaligen Kirche existieren nur noch die Kirchhofmauern, an deren Seite das ehemalige Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs steht. Von 1940 bis 1945 lebte der Schriftsteller Ehm Welk (1884-1966) in Neuenkirchen und vollendete hier seinen Roman "Die Gerechten von Kummerow" (1943). Seit 1945 gehört Neuenkirchen unter dem Namen Dołuje zu Polen und die Bevölkerung ist damit überwiegend katholisch. Am 25. Februar 2007 wurde hier wieder eine Pfarrei gebildet. Der moderne Kirchbau wirkt auch heute noch unvollendet, was für polnische Verhältnisse nicht unüblich ist, da man so noch keine bzw. nicht vollständige Steuern zahlen muss.
Am Ortsausgang befindet sich noch ein von einer Feldsteinmauer eingefasstes Areal mit Überbleibsel des ehemaligen Friedhofs. Deutsche Grabstätten sind nicht mehr vorhanden. Die wenigen, mittlerweile verwilderten Grabstellen sind für polnische Verstorbene der Jahre 1946-1952 angelegt worden. Vermutlich wurde dann der Friedhof geschlossen.
(weitere Quelle: Wikipedia vom 24.09.2014)