Dorfkirche Gallin
St. Anna

Auch Gallin wird im Ratzeburger Zehntregister 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1403 befand sich das Dorf im Besitz der Familie von Züle, danach wechselten die Eigentümer häufig. Eine erste Kapelle wurde wohl in der Lübecker Fehde 1506 zerstört. Die heute auf einer kleinen Anhöhe stehende Fachwerkkirche wurde Anfang des 16. Jahrhunderts unter dem Ratzeburger Bischof Johannes von Parkentin (vor 1450-1511) errichtet. Die kleine Kirche mit Chorschluss aus dem Achteck wurde der Hl. Anna geweiht. In den Westgiebel wurde ein Dachturm integriert. In der Glockenstube hängt eine kleine Bronzeglocke. Betreten wird die Kirche über das durch eine Wandvorlage herausgezogene Westportal. Zur Ausstattung gehören eine Renaissance-Kanzel und ein barocker Altaraufsatz. Die Anhöhe des Kirchhofes ist mit einer Feldsteinmauer umschlossen. Im Westen steht vor dem Kirchhof das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die ursprüngliche Namenstafel wurde durch eine allgemeine Gedenktafel ersetzt. Am östlichen Dorfrand befindet sich der Friedhof der Gemeinde. Im Zentrum des weitläufigen Areals steht eine formschöne moderne Trauerhalle im Stile einer romanischen Kapelle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001