Ruine Karwowo (PL) (ehem. Carow)

Bereits 1191 gibt es im Zehntenregister der Jakobikirche zu Stettin eine Erwähnung des Dorfes 'Carruva'. Die kleine rechteckige Saalkirche mit den Maßen 12,70 x 6,50 Meter wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus sauber geschichteten Feldsteinquadern errichtet. Sie erhielt 1896 einen grundlegenden Umbau. An der westlichen Ecke der Nordwand wurde ein neugotischer Turm angefügt, die Ostfassade und die Fensteröffnungen wurden neugotisch umgestaltet. Erhalten blieb das frühgotische Portal auf der Südseite. Der Glockenturm hat ein quadratisches Untergeschoss aus Granitstein und geht in ein achtseitiges Gefüge aus Backstein über, das mit einem Spitzhelm schließt. Von der Ausstattung sind Altarleuchter aus Zinn von 1681, ein dreiarmiger Bronzeleuchter und die Taufschale aus Messing mit einem Durchmesser von 34,5 cm erhalten geblieben. Die Taufschale wurde 1703 von der Familie von Wetzel gestiftet. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche zerstört und geriet nach 1945 zur Ruine. Vom einstigen Friedhof sind nur noch wenige Überreste deutscher Gräber erhalten. Der Kirchhof war einst von einer Backsteinmauer umschlossen, von der ebenfalls nur noch Fragmente bestehen. Mit der Übernahme der polnischen Verwaltung wurde aus dem deutschen 'Carow' das polnische 'Karwowo'.(weitere Quelle: Informationstafel vor dem Kirchhof)