Dorfkirche Kamieniec (PL) (ehem. Schöningen, Gemeinde Kołbaskowo)

Bereits 1203 wurde der Ort urkundlich erwähnt, Barnim I. bestätigte später der Jakobikirche zu Stettin den Besitz. Die Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Rechteckbau mit den Maßen 16,2 x 8,2 Metern wurde aus sauber geschichteten Feldsteinquadern errichtet. Der querrechteckige Westturmunterbau ragt etwas über die Schiffsbreite hinaus. 1706 erhielt der Turm eine Fachwerkkonstruktion mit Bretterverschalung und barockem Helm aufgesetzt. Die Kirche erfuhr mehrere Umbauten. Die Spitzbogenportale der Nord- und Südwand wurden vermauert. Der Eingang erfolgt über das westliche Spitzbogenportal. Auch die Dreifenstergruppe der Ostwand wurde verändert, ebenso auch die Fenster der Längsseiten. In den schmucklosen Ostgiebel wurde ein Rundfenster gesetzt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche zerstört und die Turmkonstruktion abgetragen. Mit dem Wiederaufbau erhielt das Turmuntergeschoss ein quergestelltes Satteldach und einen quadratischen Turmaufsatz mit Pyramidenhelm. 1978 wurde die Kirche, nach Kriegsende gelangte der Ort ja unter polnische Verwaltung, katholisch neu geweiht (Filialkirche 'Fronleichnam'). Der Kirchhof ist von einer Feldsteinmauer umschlossen. Vom einstigen Friedhof ist nichts mehr übriggeblieben.
(weitere Quelle: Informationstafel vor dem Kirchhof)