Dorfkirche Zweedorf (Gemeinde Schwanheide)
St. Georg

Zweedorf war bereits im Mittelalter Kirchdorf. Schwanheide wurde bis zur Errichtung der innerdeutschen Grenze am 13. August 1961 von Zweedorf seelsorgerisch betreut. Danach wurde Zweedorf Grenzgebiet und die Kirche zerstört. Die Bronzeglocke von 1651 fand eine neue Heimat im 1991 errichteten Glockenstuhl vor der Holzkapelle in Schwanheide. Mit der Überwindung der deutschen Teilung sollte auch in Zweedorf wieder eine Kirche stehen. Am Rand des Friedhofes wurde eine moderne Kirche aus rotem Ziegel errichtet. Der langgestrecke Flachbau schließt im Osten polygonal ab. Im Westen ist ein quadratischer Glockenturm mit verbretterter Glockenstube vorgesetzt, über dessen Südseite der Zugang zum Innenraum möglich ist. Schlanke, bis zum Boden reichende Fenster lassen ausreichend Licht in den von einer offenen Deckenkonstruktion überspannten Innenraum fallen. Die Glasmalereien wurden vom Künstler Thomas Kuzio gestaltet. Die Prinzipalstücke Altar, Tauffünte und Ambo (Lesepult) wurden von der Holzbildhauerin Barbara Wetzel geschaffen. Die Keramik-Taufschale stammt von der Keramikerin Ute Dreist. Alle diese Ausstattungsstücke sind Geschenke der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburg an die St. Georg Kirche in Zweedorf. Die Antependien in grün, rot, violett und weiß wurden von Frau Siegriet Schwarz gearbeitet und der Kirchengemeinde geschenkt. Die Partnergemeinde St. Gertrud in Hamburg spendete die Glocken. Die Bilder an der Empore wurden von Frau Barbara Jentz-Koska gemalt und gespendet. Die Orgel wurde von Andreas Arnold (Nußbücker Orgelbau) aus Plau am See gebaut.
Um die Kirche herum befindet sich ein Friedhof. Eine Kriegsgräberstätte gedenkt der vier am 25. April 1945 in Schwanheide gefallenen deutschen Soldaten.
An der Straßengabelung Nostorf/Schwanheide steht auf einem zentralen Platz das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege. Die Inschrift-Tafel wurde neu gestaltet.
Neben Schwanheide gehört noch Nostorf zur ev.-luth. Kirchengemeinde Zweedorf.
(weitere Quelle: Informationsblatt an der Kirche)