Dorfkirche Nostorf

Laut einer Urkunde von 1444 gehörte das Dorf im 15. Jahrhundert der Familie von Sprengel. Hundert Jahre später wird das 'Ostorf' oder auch 'Nostrop' im Kirchenvisitationsprotokoll als landesherrlicher Besitz aufgeführt. 1483 erhielt der Ort eine dem Hl. Laurentius geweihte Kapelle. Auf deren Reste wurde im 19. Jahrhundert die heutige Backsteinkirche errichtet, Mauerwerk in wendischem bzw. polnischem Verband ist noch in der Nordwand verbaut. Die langgestreckte Saalkirche schließt im Osten polygonal aus dem Zwölfeck. 1904 wurde der Westturm aufgestockt, wie die Jahreszahl am westlichen Stufenportal verrät. Die alte Bronzeglocke im Turm stammt aus einer anderen Kirche. Portale an Süd- und Nordseite wurden vermauert. Die flache Holzbalkendecke im Innenraum zeigt eine bemerkenswerte Bauernmalerei. Die neugotische Inneneinrichtung stammt aus der Zeit um 1900. Im Fußboden eingelassen sind drei Grabsteine aus dem 16. Jahrhundert, vermutlich stammen sie aus der alten Kapelle. Die Orgel wurde von Friedrich Friese (Friese III) gebaut. Der Kirchhof wird von einer Feldsteintrockenmauer umschlossen und ist als Friedhof gestaltet.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001