Kapelle Rensdorf (Gemeinde Nostorf)

Die Kapelle in Rensdorf ist eine typische 'Notkirche', wie sie an vielen Orten nach dem 30jährigen Krieg errichtet wurden. Ein Vorgängerbau wurde wohl in den kriegerischen Wirren zerstört. Ein Visitationsprotokoll von 1534 jedenfalls erwähnt diesen als längst bestehend in dem Dorf, das 1297 erstmals urkundlich erwähnt wird. Die heutige Fachwerkkapelle mit einem Chorschluss aus dem Achteck wurde 1694 errichtet und geweiht. Für den Fundamentsockel wurden vermutlich Granitsteine der alten Kapelle verwendet. Einige der mit Backstein gefüllten Gefache zeigen Muster. Der Westgiebel wurde komplett in Backstein erneuert. In dem über den Dachfirst hinausragenden Giebelaufsatz hängt eine kleine Glocke von 1650. Der Zugang zur Kapelle erfolgt über eine Tür auf der Nordseite. Über dem Portal ist ein Spruchband angebracht: "Selig sind die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Der Innenraum ist flachgedeckt. Neben dem Altar befinden sich zwei Gräber von Horster Gutsherren. Diese Gräber wurden 1977 bei der Renovierung des Innenraums geschlossen. Eine Gedenktafel neben dem Altar weist darauf hin. Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet. Er liegt etwas erhöht und wird von einer Feldsteintrockenmauer eingefasst. Ein Grabstein wurde zum Gedenken an einen in den Weltkriegen gefallenen Soldaten errichtet. Der Inschrift kann aber nicht mehr entnommen werden, um welchen der beiden Weltkriege es sich handelt.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001