Dorfkirche Wallitz (Stadt Rheinsberg)

Die Kirche in Wallitz stammt wohl auch aus der Zeit um 1900. Vermutlich wird es auch hier einen Vorgängerbau gegeben haben, wohl auch aus Fachwerk. Der aufwendig gestaltete Ziegelbau mit einem kräftigen Sockel aus Granitstein wird noch in den 'fetten' Jahren vor dem Ersten Weltkrieg errichtet worden sein. Am Westgiebel erhebt sich ein schieferverkleideter Turmaufsatz mit Glockenstube und schlanker Spitze. Das Westportal ist wimpergartig mit einem Stufengiebel übersetzt, in dessen Mitte ein Blendenkreuz prangt. Die Putzblendengestaltung an Westgiebel und Längsseiten bewirken eine kontrastreiche Gliederung des Bauwerkes, die sich an der Ostwand des Schiffes und der angefügten Chorapsis weiter fortführt. In der Nordostecke sitzt eine kleine Sakristei mit Außentür. Auch der Anbau an der Nordwestecke besitzt einen eigenen Zugang. Das sehr große Rundfenster in der Ostwand der Apsis ist mit einer modernen Glasmalerei geschmückt. Im Giebeldreieck sitzt ein zur Westwand äquivalentes Blendenkreuz.
Am Ortseingang befindet sich der recht große Friedhof. Neben einer Trauerhalle mit der Jahreszahl 1935 befindet sich dort auch eine Kriegsgräberstätte mit der Aneinanderreihung von sechs durchlöcherten Stahlhelmen des Zweiten Weltkriegs zur Erinnerung an die dort ruhenden sechs unbekannten Soldaten, gefallen in den Apriltagen des Jahres 1945.
Vor dem Friedhof steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Es wurde 1920 von der Gemeinde gestiftet und nach dem Zweiten Weltkrieg um drei Tafeln mit den Namen der nunmehr gefallenen Gemeindemitglieder ergänzt.