Dorfkirche Graal-Müritz (Ostseebad)

Neoromanischer Ziegelbau, nach Entwurf des Geheimen Hofbaurat Gotthilf Ludwig Möckel 1907 von Großherzog Friedrich Franz IV. in Auftrag gegeben und 1908 fertiggestellt.
Auffällig ist der in der Achse der von Müritz kommenden Straße liegende Ostturm (!) mit Satteldach und Giebelanbau als Apsis, Nordsakristei
Westgiebel mit rundbogigen Putzblenden und abgestuftem Eingangsportal.
Das Schiff ist 15 m lang und mit einem Tonnengewölbe abgeschlossen.
Der kreuzrippengewölbte Chorraum schließt sich durch einen Triumphbogen an das Schiff an.
Innenausstattung zeitgenössisch, ebenso die Bleiglasfenster, Evangelistenfenster an der Nordseite.
Ausmalung im Jugendstil 1982 wieder frei gelegt. 
Lebensgroßes Kruzifix über blattvergoldetem Altaraufsatz, Kanzel, Votivschiff,
Tafelbild von Großherzog Friedrich Franz,
Taufstein aus Sandstein,
Orgel 1908 von Carl Börger gebaut, 1953 von Fa. W.Sauer überholt und verändert,
kleinste der ursprünglich drei Glocken erhalten, in den 50er Jahren zwei weitere Bronzeglocken hinzugekommen.
Einzelheiten siehe "Festschrift 100 Jahre Kirche in Graal-Müritz 1908-2008".
Vor dem Westportal steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Im südlichen Bereich des die Kirche umgebenden Friedhofs steht eine Trauerhalle mit Anbau.

Quellen:
Festschrift 100 Jahre Kirche in Graal-Müritz 1908-2008, Informationsheft, Joachim Puttkammer, Der Kirchgemeinderat der ev.-luth. Gemeinde Graal-Müritz, 2008