Dorfkirche Tribohm (Gemeinde Ahrenshagen-Daskow)

Der frühgotische Feldsteinsaal mit dem eingezogenen Rechteckchor stammt aus dem 1. Drittel des 13. Jahrhunderts und ist somit eine der ältesten Kirchen in Nordvorpommern. Die Wehrkirche mit einem geböschten Holzturm im Westen, der im Kern von 1419 stammt und zwischen 1648 und 1650 umgebaut wurde, hat sich bis heute ihren ursprünglichen Charme erhalten. Eine Nordsakristei und die beiden Stützmauern an der Schiffswestseite wurden nachträglich angefügt.
Im Unterschied zu den repräsentativen Dreifenstergruppen anderer Kirchen aus jener Zeit besitzt der Chor in der Ostwand zu beiden Seiten eines kleinen Rundfensters nur zwei rundbogige Schlitzfenster, wie sie etwas größer auch in den Langhauswänden zu finden sind. Alle bauzeitlichen Portal- und Fensterleibungen wurden aus Granit ausgeführt, lediglich in der Chorsüdwand befindet sich ein spätgotisches Fenster mit Backsteinleibung mit vier Pfosten und Segmentbogenschluss. Die Luke im Ostgiebel stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Die Sakristei diente zwischen 1651 und wohl 1840 als Begräbniskapelle der Kirchenpatrone aus der Familie von Thun.
Der Innenraum wird von einer flachen Holzbalkendecke überzogen, die eine ornamentale Bemalung von 1885 aufweist bzw. eine farbige Wandfassung von 1844.
Ein spitzbogiger Triumphbogen öffnet den Chor zum Schiff. In der Ostwand des Chores befindet sich eine kleine Sakramentsnische. 
Die Ausstattung wird von den barocken Stücken bestimmt. Der Altar in hölzerner Säulenarchitektur mit einem lebendigen Abendmahlsrelief über der Predella, einer Kreuzigungsszene aus Gemälde und Kruzifix darüber, im Oberteil Medaillons von Gethsemane und Auferstehung sowie seitlich angeordneten Schnitzfiguren von Mose und Johannes dem Täufer wurde 1745 vermutlich in einer Rostocker Werkstatt geschaffen. Wohl aus der gleichen Zeit stammt die Kanzel mit vollplastischen Sitzfiguren der Evangelisten am Korb und dem Auge Gottes mit Engeln am Schalldeckel. Auch die beiden rechts und links vom Altar stehenden Patronatslogen der Plenniner Familien von Hertell und von Thun datieren auf das 18. Jahrhundert. Reiche Schnitzerei in der Bekrönung und Figuren der christlichen Tugenden als Wappenträger weisen auf die Bedeutung dieser Patronatsfamilien hin.
Die Orgel wurde 1845 vom Berliner Orgelbauer Carl August Buchholz gebaut und 1994 umfangreich restauriert. Unter der Westempore wurde eine Winterkirche eingerichtet. An der Südwand hängt eine Steintafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Im Glockenturm hängen zwei Stahlglocken aus dem 19. Jahrhundert. Der achtseitige schindelgedeckte Helm und die Glockenstube wurden 2003 erneuert. Das Datum des Ziffernblatts der in Resten erhaltenen Turmuhr ist nicht bekannt.
Der Kirchhof mit Friedhof ist von einer Feldsteintrockenmauer umgeben.
(weitere Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006
Die Kirche von TRIBOHM, Flyer, Kirchengemeinde Ahrenshagen,
Buchholz Feldstein und Barock - Kirche zu Tribohm, Flyer, Pfarramt Ahrenshagen,