Dorfkirche Dorf Mecklenburg

Das Dorf Mecklenburg gilt als die Wiege des Fürstentums, hier stand die "Mecklenburg" der slawischen Fürsten vom Stamm der Obotriten.
Die Dorfkirche ist ein schlichter Backsteinbau mit dreiseitigem Chorabschluss mit Strebepfeilern und wurde in der heutigen Form wohl im 15. Jahrhundert errichtet bzw. aus einem Vorgängerbau umgestaltet. Der quadratische Westturm mit dem einmaligen romanischen Rautenhelm stammt nämlich bereits aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Die reiche Innenausstattung aus der Spätrenaissance wurde gestiftet durch das Mecklenburg-Schweriner Herzoghaus (1.H.17.Jh.) und umfasst eine bemalte Kassettendecke, eine Triumphkreuzgruppe (1633), die Kanzel (1618) und den Altaraufsatz (1622).
Unklar ist das Alter der Wandmalerei, vermutlich wurde sie bereits im Vorgängerbau angelegt und stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Zur Ausstattung gehören noch: Sakramentsnische mit Holztür, achteckige hölzerne Taufe, Reste der Brüstungen der ehemaligen Patronatslogen, verschiedene Tafelbilder, Gedenktafel mit Gedenkbuch für die Gefallenen der beiden Weltkriege, Veteranentafeln sowie die Orgel von Marcus Runge aus dem Jahr 1912.
Friedhof mit älteren Grabwangen um die Kirche herum, an der Nordostecke steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Der große Neue Friedhof wurde 1870 auf dem Gelände der Wallanlage der ehemaligen obodritischen Mecklenburg eingerichtet, erhielt 1904 eine Zufahrt und ist von Bäumen umgeben. Die Trauerhalle ist aus heutiger Zeit.
(weitere Quellen: Informationstafeln an der Kirche und beim Friedhof)

 

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001