Dorfkirche Mühlen Eichsen

Benannt wurde der Ort nach der alten Wassermühle. Auf der Anhöhe oberhalb der Mühle steht die Kirche, ein einschiffiger Backsteinbau, im 14. Jahrhundert unter dem Patronat des Johanniterordens mit Sitz in Groß Eichsen errichtet, der robuste Westturm mit seinem Satteldach wurde erst im späten 15. Jahrhundert angebaut, er hat ein schlichtes Portal, eine Stiege aus dem 17. Jahrhundert führt zu dem wunderbar gearbeiteten alten Glockenstuhl aus Eichenfachwerk hinauf, indem eine Glocke mit Inschrift von 1414 hängt. An der nördlichen Außenmauer des Turmes wurden zwei Grabplatten aus dem 18./19. Jahrhundert angebracht.
Im Innern wurde das geplante Gewölbe nie ausgeführt, eine flache Holzdecke überspannt den Innenraum.
Innenraum derzeit eingerüstet, Kanzelaltar 1711, freigelegte Reste von frühbarocken Wandmalereien (Evangelisten, Illusionsmalerei), Emporen an der Nordwand mit Familienwappen (v.Schwarz), westliche Empore u. Orgelprospekt (E.17.Jh.), Orgel von Carl Börger aus dem Jahr 1884, auf der Rückseite der Orgelverkleidung befindet sich eine große Weltgerichtsdarstellung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Nordwestlich der Kirche, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, befindet sich der Friedhof. Dort steht am Eingang das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und eine moderne Trauerhalle.

Quellen:
Dorfkirchen in Mecklenburg, Buch, Horst Ende, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1975
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001