Dorfkirche Jabel

Die heute existierende Kirche zeigt nur noch wenig Ursprüngliches von dem Backsteinbau aus dem 15. bzw. dem Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert.
1638 wird die Kirche im Dreißigjährigen Krieg stark verwüstet.
1859 zerstörte ein verheerender Dorfbrand das Gotteshaus. Vier historische Glocken schmolzen im Feuer und nur die Feldsteinsakristei blieb verschont. Möglicherweise ist sie der Rest des ersten Baues aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist auch sie stark baufällig, das Gewölbe muss abgestützt werden.
Von 1861-1868 wurde die Kirche im neugotischen Stil wieder aufgebaut und der 43 m hohe, quadratischer Westturm erhielt eine achtseitige "Bischofsmütze".
Der Innenraum ist mit einer flachen Holzdecke überspannt.
Die neugotische Ausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Das Altarbild wurde von Th. Fischer-Poisson gemalt. Ein Kruzifix unbekannten Alters hängt an der Südwand, gegenüber an der Nordwand steht die schlichte Holzkanzel mit Aufgang.
Die Orgel auf der Westempore wurde von Lütkemüller 1878 (1868) gebaut.
Den Kirchhof umschließt eine denkmalgeschützte Feldsteinmauer, die 1834 gebaut wurde.
An der Südseite nahe der Kirche befindet sich das Grab von Küster Heinrich Suhr (1800-1882). Ebenfalls auf der Südseite der Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Pastor in Jabel war zu Anfang des 19. Jahrhunderts Ernst Friedrich Reuter, Onkel von Fritz Reuter, er wohnte nach seiner Emeritierung in Stavenhagen, wo er auch nach seinem Tode am Heilig Abend des Jahres 1852 auf dem Friedhof bestattet wurde. Fritz Reuter war in den Kinderjahren häufig zu Gast auf dem Jabeler Pfarrhof.
(weitere Quelle: Informationstafel auf dem Kirchhof)