Dorfkirche Alt Schwerin

Die Bauzeit der rechteckigen Backsteinkirche in Alt Schwerin ist nicht eindeutig geklärt, vermutlich stammt sie aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1732 um einen Fachwerkturm ergänzt.
Auf der Nordseite gibt es eine kleine Vorhalle bzw. Sakristei, zusätzlich wurde im Osten eine weitere kleine Halle in der Mitte des 18. Jahrhunderts angebaut. Beides sind Grabkapellen für die Familie von Wangelin.
Auf der Südseite befinden sich die Priester- und Laienpforte, frühgotische Stufenportale in Rechteckvorlagen. Die Laienpforte wurde zugesetzt. Ein weiteres Portal auf der Westseite wurde durch den angefügten Glockenturm verstellt.
1866 wurde der Westturm erneuert, da die drei Glocken im Turm zu schwer wurden.
Das Untergeschoss wurde aus Granitsteinen und das Obergeschoss aus Ziegel errichtet, das Dach wurde mit rheinischem Schiefer neu gedeckt.
Das schlichte Gebäude ist mit einer Flachdecke überzogen, sie wird von sechs Holzständern getragen.
Mit der Umgestaltung des Interieurs ab 1950 entstand auch eine Winterkirche.
Die Innenausstattung ist nicht besonders wertvoll. Das älteste Kunstwerk ist der hölzerne Taufständer von 1699.
1995 erfolgte die Umsetzung der Friese(III)-Orgel aus dem Jahr 1861 aus der baufälligen Kirche in Boitin.
Beachtenswert ist die von Hand geläutete Bronzeglocke von 1584, sie ist als einzige von den ursprünglich drei Glocken erhalten geblieben.
Im Juli 2014 erfolgte eine umfassende Dach- und Innenraumsanierung.
Auf dem Friedhof befinden sich neben den Gefallenendenkmäler der Weltkriege auch einige Grabstätten von Soldaten und Zivilisten, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges ums Leben kamen.
(Quelle: Informationstafel)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Güstrow, Buch, Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e.V., Edition Temmen, 1997