Dorfkirche Leplow (Gemeinde Eixen)
St. Catharina

Die Feldsteinkirche wurde wohl in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Tochterkirche von Tribsees erbaut und gehörte seit 1293 zum Kloster Neuenkamp, dem heutigen Franzburg.
Der sehr breite dreiachsige Saalbau aus starkem Feldsteinmauerwerk zeigt gut ausgewogene Proportionen.
Weil der Pfarrer in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts am Verhungern war, wird die Pfarrstelle aufgelöst. 1687 wird die Kirche verwüstet und die gesamte Innenausstattung geht verloren.
Im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche von der Landeskirche aufgegeben und daraufhin die Orgel, die Sakristei und der Fachwerkturm abgebrochen.
Die Kirchgemeinde und die Leplower Bevölkerung aber gaben ihre Kirche nicht auf und sanierten die Kirche in den 1990er Jahren.
Das Gestühl wurde neu gebaut, alles andere renoviert, Dach und Mauerwerk wieder hergestellt und der Kirchhof mit der typischen Feldsteinmauer umgeben.
Die Baugeschichte ist weitgehend ungeklärt. Die Wände zeigen mehrere zugesetzte spitzbogige Fenster mit Backsteingewände, ein vermauertes Südportal, an der Nordseite zwei tiefe Spitzbogennischen und im Westgiebel einen vermauerten Spitzbogen.
Der verputzte Ostgiebel weist Segmentbogenblenden auf.
Das Westportal sitzt in einer tiefen Nische.
Der Innenraum ist flachgedeckt, darunter befindet sich eine ältere Decke mit barocker Bemalung.
Die karge Inneneinrichtung stammt aus dem 19. Jahrhundert; eine schlichte Holzkanzel mit polygonalem Korb, die Westempore auf Säulen und wohl auch die Taufe aus Marmor.
Aus den 1990er Jahren stammt neben dem Gestühl auch der gemauerte Altar und das Kreuzigungsgemälde an der Ostwand.
In dem freistehenden Glockenstuhl hängen zwei Glocken, beide Anfang 20. Jh.
 
 

Quellen:
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006