Dorfkirche Brandshagen (Gemeinde Sundhagen)
Marienkirche

Ältester Teil des stattlichen Backsteinbaus ist der Rechteckchor aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, er wurde 1249 in einer Urkunde genannt.
Die dreischiffige Halle von drei Jochen und der in das Mittelschiff einbezogene Westturm stammen aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts, im 15. Jh. kam noch eine Südsakristei und 1780 der nördliche Anbau hinzu.
Am Langhaus befinden sich Strebepfeiler.
Der Ostgiebel wird von gestaffelten Maßwerkblenden geschmückt.
Das reiche Portal an der Turmwestseite wurde zugesetzt. Am Langhaus befinden sich im Norden und Süden Stufenportale mit eingestellten Birnstäben.
Die gestuften Fenster am Chor sowie im Norden und Osten des Schiffes sind mit zweibahnigen Maßwerken des 19. Jahrhunderts ausgestattet.
Der Innenraum ist kreuzrippengewölbt, das Gewölbe im Schiff steht auf Achteckpfeilern.
Die Turmhalle ist durch Spitzbogenarkaden zu den Mittel- und Seitenschiffen geöffnet.
An den Wänden finden sich Reste von Malereien aus dem 14. Jahrhundert.
Zur Ausstattung gehört ein barocker Altaraufsatz aus dem Jahr 1707 mit architektonischem Aufbau, reicher akanthusschnitzerei und ausdrucksvollem Figurenschmuck.
Die Kanzel im Empirestil stammt aus der Zeit um 1800.
Eine Taufe aus gotländischem Kalkstein zählt zu den ältesten Ausstattungsstücken (2.H.13.Jh.).
Die Orgel wurde von BEYER aus Zingst im Jahr 1922 gebaut und von Dr. Liers aus Berlin im Jahr 1998 restauriert.
Die Glasmalerei des Südportals stammt aus dem Jahr 1906.
Im Turm hängen zwei Glocken von 1760.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006