Dorfkirche Neu Boltenhagen

Die Kirche ist ein Backsteinbau auf Granitsteinsockel und wurde zum Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Der verbretterte, geböschte Westturm wurde im 18. Jahrhundert angefügt. An dem eingezogenen Chor ist eine Nordsakristei mit Giebelkreuz angebaut. Schiff und Chor werden von getreppten Strebepfeiler gestützt. Nord- und Südportal wurden zugesetzt, der Zugang erfolgt über einen kleinen Anbau an der Südseite des Chores.
Ältestes und interessantestes Ausstattungsstück ist eine Granitfünte aus der Zeit vor der Errichtung der Kirche (um 1250). Der Taufstein zeigt am Schaft gestaffelte Arkadenreihen, die zusammen mit den vier zeichenhaften Männerköpfen am Becken in ihrer ungelenken Art den Eindruck besonderer Urtümlichkeit erwecken.
Der Kanzelaltar von 1767 ist ein Werk des Andreas Mayer aus Greifswald. Die Logen im Chor stammen ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Das Gemälde des dornengekrönten Christus wurde von dem in Neu Boltenhagen geborenen Wilhelm Titel Anfang des 19. Jahrhunderts gemalt.
Alte Grabstelen wurden an der Chorsüdseite aufgestellt, an der Ostwand befindet sich eine alte Grabplatte für einen Pastor.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006