Dorfkirche Sülten (Gemeinde Weitendorf)

Die Geschichte des Ortes ist, wie der Name besagt, eng mit der Salzgewinnung verbunden. 1222 ging die Salzpfanne als Schenkung von Fürst Borwin an das Kloster Tempzin. Eine Kirche in Sülten wird 1287 erstmals erwähnt. Der mit Strebepfeilern versehene gotische Backsteinbau wurde bei einem Sturm im Jahre 1894 völlig zerstört, kurz nachdem er im Innern vollständig erneuert worden war. Nachdem Westturm und Langhaus neu aufgebaut wurden, kam es auch in jüngerer Zeit zu einem Neubau des Chores, so dass von dem alten, gotischen Bau nichts mehr vorhanden ist. Die Innenräume besitzen hölzerne Decken und sind neugotisch ausgestattet. Das Altarbild im Kanzelaltar zeigt den Heiland mit dem Kelch. In der Nordwand des Altarraumes befinden sich Fensterbilder mit Darstellungen der Apostel Petrus und Paulus. Schiff und Chor werden durch einen mit ornamentaler Rankenmalerei geschmückten Triumphbogen voneinander getrennt. Die Orgel stammt von Friedrich Friese (III) aus dem Jahr 1897. An der Schiffsnordwand hängt eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Der Kirchhof ist als kleiner Friedhof gestaltet.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001