Dorfkirche Slate (Stadt Parchim)

Ein älterer quadratischer Wehrturm aus Feldstein wird durch eine gotische Backsteinhalle mit dreiseitigem Ostschluss und getreppten Strebepfeilern aus dem 14. Jahrhundert ergänzt.
Von der Dachspitze des Turmes grüßt eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1751, was darauf schließen lässt, dass der Turm zu dieser Zeit das weit abgewalmte Satteldach erhielt. Das Geläut im Turm besteht aus zwei Glocken, die ältere kleine Bronzeglocke ist mit einer Madonna mit dem Kinde verziert, die größere Glocke ist auf das Jahr 1934 datiert.
Chor und Schiff sind durch einen Triumphbogen voneinander getrennt. Während das Langhaus eine flache Balkendecke besitzt, ist der Chor mit einem farblich hervorgehobenen Rippengewölbe verschlossen.
Die Innenausstattung ist sehr schlicht. Auf dem modern gemauerten Altartisch steht ein Altaraufsatz mit einer Strahlenkranz-Madonna. Die kunstvolle Schnitzarbeit aus dem 15. Jahrhundert (?) wirkt wie ein sogenannter Reisealtar (wurde von Mönchen, Fürsten oder Missionaren auf Missionsreisen, Wallfahrten oder Kreuzzügen mitgenommen).
Das Gestühl und die Westempore zeigen neugotische Einflüsse. Vermutlich kamen sie mit der Winzer-Orgel 1866 in die Kirche. Die Orgel wurde 1974 von der Firma Nußbücker aus Plau am See komplett erneuert.
Am Ostgiebel erhebt sich der Schornstein der Kirchenheizung.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001