Dorfkirche Meesiger

Beim Meesiger Kirchbau ist der spätgotische Turm wohl der älteste Teil, dieser wurde aber in den Jahren ebenfalls mehrfach verändert und renoviert. Er trägt zudem einen neobarocken Spitzhelm.
Der rechteckige Putzbau mit dem geraden Chorabschluss, einem Ostgiebel aus Fachwerk und den mächtigen Strebepfeilern stammt aus dem 17.Jh. und enthält als Baumaterial wohl Feldsteine eines Vorgängerbaus.
Der Innenraum ist mit einer Holzbalkendecke überspannt.
Ein Altaraufsatz aus der Spät-Renaissance, eine Kanzel mit gemalten Evangelisten-Darstellungen und das Gestühl gehören zur Innenausstattung.
Der Altaraufsatz zeigt im Mittelteil eine gemalte Kreuzigungsgruppe mit vollplastischem Kruzifix und Korpus, flankiert von umrankten Säulen mit Cherub-Köpfen und darüber zwei auffliegende Engel mit Wappenschild. In der Bekrönung steht der auferstandene Christus als Sieger, flankiert von zwei liegenden Engeln, die einen Lorbeerkranz reichen. Die Predella zeigt ein Relief mit Abendmahlsszene. An den Seiten reichhaltiger Akanthusschmuck, links eine weibliche, rechts eine männliche vollplastische Figurendarstellung.
Die Kanzel zeigt in den Korbfeldern die vier Evangelisten, am Aufgang die Apostel Andreas und Paulus und in der Tür den Hl. Petrus sowie ein leeres Feld.
Im Altarraum befinden sich ebenfalls ein bronzenes Taufbecken und ein Altar-Kruzifix.
Im westlichen Teil ist ein Raum durch eine Glastür vom Schiff abgetrennt und als Winterkirche und Gemeinderaum eingerichtet worden.
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben.
Im Ort steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.