Dorfkirche Moltzahn (Gemeinde Borrentin)

In Moltzahn steht ein kleiner turmloser Feldsteinbau mit einem Backsteingiebel, der wohl im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Vermutlich wurden Steine eines Vorgängerbaus verwendet, der Mauerverband erscheint sehr willkürlich, so dass vermutlich das Bauwerk verputzt werden sollte. Im 19. Jahrhundert sind an der Kirche Veränderungen vorgenommen worden. Tür und Giebelfenster wurden neugotisch überformt. Das große Ostfenster scheint ursprünglich zu sein, alle anderen Fenster von Nord- und Südseite wurden nach 1945 eingebaut.
Der Innenraum ist mit einer flachen Holzbalkendecke überzogen.
In den 1960er Jahren wurde die ursprüngliche Ausstattung aus Kanzelaltar sowie Patronats- und Gemeindegestühl entfernt. Zur Ausstattung gehört heute nur noch der fußlose Kanzelkorb, der wohl aus dem Kanzelaltar entnommen wurde. An dem gemauerten Altartisch ist ein wertvolles gotisches Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert angebracht, das aber leider bereits starke Verwitterungsspuren aufweist. Die Gottesdienstbesucher nehmen auf einfachen Stühlen Platz. Die Musik kommt von einem Harmonium.
In einem kleinen freistehenden Glockenstuhl vor dem Westportal hängt eine Glocke, die auf das Jahr 1730 datiert ist und von Joachim Metzger in Stralsund gegossen wurde.
Auf dem Kirchhof befinden sich noch wenige Grabstätten. In dem Dorf leben heute nur noch etwa 30 Menschen.

Quellen:
Kirchenführer der Evang. Kirchengemeinde Kummerow, Broschüre, Pfarrerin Christa Heinke, Ev. Kirchengemeinde Kummerow, 2006