Kapelle Rambin
ehem. Klosterkapelle St. Jürgen

Am Ortsende von Rambin in Richtung Samtens befindet sich eine aus Backstein errichtete Kapelle, die zum ehemaligen Kloster St. Jürgen gehörte.
1334 hatte der Stralsunder Ratsherr Gödeke von Wickede das Kloster zur Pflege von Aussätzigen und Armen auf Rügen gestiftet.
Die verputzte Kapelle besteht aus einem saalartigen, flachgedeckten Schiff und einem zweijochigen Polygonchor. Der Westgiebel ist mit Spitzbogenblenden geschmückt.
1773 wurde die Klosteranlage mit Kapelle für Wohnzwecke umgebaut und lange Zeit als Altersheim genutzt. Als sakraler Raum ist nur noch der Chor der Kapelle erhalten.
Heute wird der kleine Kirchbau mit einer Deckenmalerei mit Wappen im Innern; und den neugotischen Maßwerkfenstern gern von einheimischen Künstlern für Ausstellungen genutzt.
Auf dem Klostergelände befindet sich am Giebel eines Wirtschaftsgebäude noch eine Darstellung des Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen (Jürgen ist die niederdeutsche Form von Georg).

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen auf Rügen und Hiddensee, Buch, Jürgen Schulz, Edition Temmen, 2006