Ruine Rambow Wüstung Domherrenhagen

Um 1200 etwa begann man diese Kirche zu bauen, aus unbehauenen und behauenen Feldsteinen in regelmäßiger Schichtung. Das Dorf um sie herum hieß Domherrenhagen und stammt aus der ersten deutschen Siedlungsphase.
Wohl 1220 wurde die Kirche geweiht, 1240 wurde das Dorf dem Domstift zu Güstrow verliehen.
Der Kirchbau ist ein einschiffiger, massiver Saalbau im romanischen Stil, wovon der Chorbogen im Ostgiebel sowie das rundbogige Westportal zeugen.
Dort und auch an Nord- und Südportal wurden Backsteine im Klosterformat verwendet.
Wir sprechen hier von einer "wüsten Kirche", denn seit der Mitte des 15. Jahrhunderts gibt es das Dorf Domherrenhagen nicht mehr. Ein Reisender berichtet schriftlich mit dem 8. Mai 1458 von der Wüstung des Ortes. In Visitationsprotokollen von 1534 und 1541/42 wird die Kirche nicht mehr erwähnt.
Zum Kirchspiel gehörte ursprünglich auch Rambow, das 1562 durch Ulrich von Maltzahn eine neue Kirche bekam. Die Ländereien waren vorher vom Domkapitel Güstrow in den Maltzahnschen Besitz übergegangen.
Im August 2003 erfolgte eine Beräumung und Sicherung der Kirchenruine, dabei wurden noch Mauerreste vom Altar gefunden und freigelegt.
Am Eingang zur nicht beräumten Sakristei sind die durchwurzelten Erdschichten zu betrachten.
Die Sanierung des Mauerwerkes wurde mit sogenanntem Mecklenburgischen Kirchenmörtel vorgenommen.
Am Ostermontag 2004 wurde bei Sonnenaufgang erstmals wieder ein Gottesdienst in der gesicherten Ruine gefeiert.

Quellen:
Wüste Kirche Domherrenhagen, Flyer, Förderkreis Rambower Kirchen,