Dorfkirche Groß Plasten

Verputzter Zentralbau mit Kuppel auf Granitsteinfundament im neobarocken Stil und Elementen des Jugendstils, 1901 errichtet.
Eingangshalle mit tief eingelassenem markanten Portal und Glockenturmaufsatz in Form einer offenen Laterne mit kleiner Stahlgußglocke.
Inneneinrichtung aus Sandstein mit Mosaikfußboden, Altar mit Erzengel als Träger, Kanzel mit Evangelistenreliefs auf filigranen Säulen stehend, Patronatsloge mit Familienwappen als Sandsteinrelief, Westempore auf Säulen stehend mit Orgel von W. Sauer, 1901, vergoldeter Apostelleuchter, Gedenktafel für die Weltkriegsgefallenen.
Grund für den Kirchbau war ein Streit der Familien v.Michael und v.Blücher über den Plastener See, worauf die Groß Plastener nicht mehr in die Kirche nach Klein Plasten durften und von Michael die Groß Plastener Kirche errichten ließ. 1945 wurde die Familie v.Michael enteignet, die Frauen und Kinder der Familie nahmen sich Ende April 1945 das Leben und ruhen auf dem Friedhof hinter der Kirche. Dort findet sich auch ein Soldatengrab.