Dorfkirche Schönfeld b. Demmin

Die Schönfelder Kirche ist eine schlichte Backsteinkirche mit einer älteren polygonalen Chorapsis aus Mischmauerwerk und einem hölzernen Turmaufsatz aus dem 16. Jahrhundert. Der Eingangsvorbau am Westgiebel stammt aus heutiger Zeit. Der gesamte Bau wird durch getreppte Strebepfeiler gegliedert.
Während die Apsis gewölbt ist, wird das Schiff von einer flachen Holzbalkendecke geschlossen. Auffällig ist, dass sich Süd- und Nordwand unterscheiden. Die Fensternischen der Nordwand sind kürzer und sitzen über einem schmalen Gesims. Die Priesterpforte auf der Südseite wurde zugesetzt. Die Chorfenster sind mit ornamentalen Bleiglasscheiben geschmückt.
Innen findet man eine Spätrenaissance-Kanzel mit geschnitzten Ornamenten aus der Zeit um 1680. Ebenso gibt es Gestühlreste mit Ranken-Schnitzereien aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Auf dem schlichten, gemauerten Altar steht ein Kreuz in neugotischen Formen, welche auch die hölzerne, achteckige Taufe zeigt. Die Orgel stammt von 1914 und ist das Werk No. 714 aus der Orgelbau Anstalt Barnim Grüneberg, vermutlich wurde sie von seinem Sohn Felix Grüneberg gebaut. Unter der Westempore wurde eine Winterkirche eingerichtet.
An der südlichen Trennwand zwischen Chor und Schiff befindet sich die Ofenöffnung der Heizung. Im Eingangsvorraum hängt die Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus dem Kirchspiel.
Im Turm hängt eine Bronzeglocke aus dem Jahre 1654 mit Inschrift und Stifternamen.
Auf dem Kirchhof steht eine ältere Leichenhalle. Am südlichen Ortsausgang befindet sich der Friedhof von Schönfeld.