Dorfkirche Wamckow (Gemeinde Kobrow)

Die turmlose Feldsteinkirche stammt aus der Zeit um 1250. Architekturdetails wie Portale, Fenstergewände und Mauerecken sind in Backstein ausgeführt.
Ost- und Westgiebel sind in Fachwerk erneuert. Das Westportal wurde zugesetzt.
Vor dem Westgiebel befindet sich ein freistehender Glockenturm mit 2 Glocken, die kleinere 1890, die große Bronzeglocke mit Inschrift zur Erinnerung an diverse Kirchenpatrone und Stifter wurde wohl 1912 (?) gegossen. Der Zugang zur Kirche erfolgt über das Südportal.
Der Innenraum ist von einer flachen Holzbalkendecke überzogen, die durch das Sponsoring der Familie Rethmann in den ursprünglichen Farben und Motiven bemalt werden konnte. Auch die gesamte Ausmalung der Wände und die Bemalung von Gestühl und Altar in gelbbraunem Marmor konnte durch die finanzielle Unterstützung der Entsorgerfamilie in den Jahren 1993 bis 1996 restauriert werden.
Die Kirche verfügt über eine reiche Ausstattung: zweigeschossiges Patronatsgestühl v. Bülow mit Wappenmalerei (um 1850), Kanzel mit Portal, Aufgang und Schalldeckel sowie Evangelistenbildnissen (17.Jh.), Taufständer mit Engelsgesichtern und Messing-Taufschale,
Altaraufsatz aus verschiedenen Epochen zusammengesetzt (Abendmahlsbild in der Predella 17.Jh., Mittelteil aus drei spätgotischen Schnitzreliefs, Oberteil Auferstehungsbild von 1855, Bekrönung durch Strahlenmonstranz). Auf dem Altartisch stehen zwei Messingleuchter, die 1832 durch die Familie v. Bülow gestiftet wurden. Die kleine Orgel im Altarraum wurde 1996 durch die Firma Nußbücker aus Plau am See gebaut. Hinter der Orgel steht ein Beichtstuhl aus dem 18. Jahrhundert. Im Beichtstuhl hängen ein Luther-Bild und das Veteranen-Verzeichnis der Feldzüge von 1808-1815. An der Nordwand hängen eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und eine neugotisch gestaltete, dreiteilige Holztafel mit Sargbeschlägen der Patronatsfamilie von Bülow. An der Brüstung der Westempore sind zehn Tafelbilder zu Themen aus dem Neuen Testament angebracht. Der Maler Professor Pein hat in den Bildern die Gesichter der damaligen Patronatsfamilie von Bülow festgehalten, was an der Kleidung und anderem Zubehör aus der Zeit um 1850 zu erkennen ist. Auf der Empore steht die große Orgel, 1884 von Friedrich Friese (III) gebaut. 
Orgel im Altarraum. Unter der Empore steht ein altes Sakramentshäuschen. Über der Tür auf der Südseite hängt ein Gemälde mit einer Darstellung vom Letzten Abendmahl.
Auf dem Kirchhof befindet sich ein großes Gräberfeld mit Grabkreuzen der Patronatsfamilie von Bülow. Das zugesetzte Nordportal ist mit Grabtafeln der Patronatsfamilien von Dessin (Erbherren auf Wamckow im 18.Jh.) und der Familie von Engel (1.H.20.Jh.) belegt.
Der Kirchhof ist von einer niedrigen Feldsteintrockenmauer umgeben. Am östlichen Rand steht das restaurierte Fachwerkhaus der ehemaligen Dorfschule. Am Querbalken ist die Aussage Jesu "Lasset die Kindlein zu mir kommen." eingeschnitzt.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen Wismar-Schwerin, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001