Dorfkirche Völschow

Die Feldsteinkirche mit dem eingezogenen, zweijochigen Rechteckchor ist ein Saalbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Bei einer umfangreichen Restaurierung Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der querrechteckige neugotische Westturm mit dem Türmchenaufsatz angefügt.
In ihm hängt eine Bronze-Glocke, die 1919 vom damaligen Pastor Schaeffer für seine verstorbene Ehefrau und seinen im Krieg gefallenen Sohn gestiftet wurde.
1960 erfolgte eine Innenrestaurierung der Kirche.
Das Schiff ist flachgedeckt, im Chor ein Kreuzrippengewölbe, beide werden durch einen breiten profilierten Triumphbogen voneinander getrennt.
Zur Ausstattung gehört ein barocker Altaraufsatz mit gewundenen Säulen und reichem Akanthus- und Fruchtschnitzwerk, um 1700 entstanden, mit Gemälde von Abendmahl, Kreuzigung und Christus im Garten Gethsemane.
Die schlichte spätbarocke Kanzel stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die Westempore und das Patronats- und Gemeindegestühl sind aus dem Jahr 1768.
Auf der Empore befindet sich eine seltene pneumatische Orgel von Barnim Grüneberg aus dem Jahr 1934 mit einem dreiteiligen Prospekt.
Der Zugang zum Kirchhof erfolgt durch ein zweiteiliges Backsteintor aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Auf dem Kirchhof mit Friedhof steht ein Kriegerdenkmal.
Am östlichen Dorfrand befindet sich noch ein kleiner kommunaler Friedhof, daneben eine von Bäumen gesäumte Wiese mit Grabsteinen der Jahre 1945-1947, es handelt sich dabei um den ehem. Flüchtlingsfriedhof, hier auch ein Soldatengrab.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006