Dorfkirche Below (Stadt Goldberg)

Der Ort wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Die rechteckige Feldsteinkirche wurde um 1300 errichtet, es handelt sich wohl demzufolge um den ersten, ursprünglichen Kirchbau. Aus dem Mecklenburgischen Urkundenbuch geht die Bewidmung mit dem Patronat über die zur Pfarre Techentin gehörenden Kapelle an Die von Below durch das Kloster Sonnenkamp im Jahre 1299 hervor.
Der hölzerne Westturm mit quadratischem Unterbau, über den die Kirche auch betreten wird, wurde im 17./18. Jahrhundert wohl anstelle eines baufälligen Vorgängers errichtet. Der Turm hat einen schindelgedeckten, achtseitigen Spitzhelm. Das Geläut besteht aus zwei Glocken von 1496 und 1556 (1536).
Um die Dachlast abzufangen, wurden an der Ostwand zwei diagonal gestellte Strebepfeiler aus Backstein angebracht. In südlichen Pfeiler befindet sich eine rundbogige Reliquiennische. Das mit Biberschwänzen gedeckte Dach ist an der Ostseite leicht abgewalmt, womit es keinen Ostgiebel gibt. Die Fenster der Ostwand wurden neugotisch erweitert.
Auf der Südseite gibt es eine kleine Vorhalle bzw. Sakristei.
Chor und Kirchenschiff bilden eine Einheit und sind von einer flachen Balkendecke überzogen.
Der Innenraum ist komplett mit einer Rankenmalerei versehen und zeigt darüber hinaus in einem umlaufenden Bilderfries biblische Szenen. Die Wandmalereien stammen aus dem 14./15. Jahrhundert und wurden um 1890 freigelegt.
Die Ausstattung ist eher schlicht. Über dem einfachen Altartisch hängt ein Triumphkreuz aus dem 14. Jahrhundert. Der hölzerne Taufständer mit Deckel im Stil der Spätrenaissance zeigt die Jahreszahl 1697, er wurde 1994 restauriert. Das Chor- und Gemeindegestühl sowie die Westempore wurden um 1850 eingebaut. 1891 erhielt die Kirche eine Orgel von Julius Schwarz aus Rostock mit schlichtem neugotischen Prospekt. Von der Decke hängt eine schwerer schmiedeeiserner Leuchter herab.
Auf dem von einer Hecke umgebenen Kirchhof stehen Kriegerdenkmale für die beiden Weltkriege.
Der Friedhof befindet sich an der nördlichen Dorfausfahrt. Hier steht eine grau verputzte Trauerhalle.

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001