Kapelle Klempenow (Gemeinde Breest)

Eine Kapelle wird bereits 1492 in der Vorburg von Weißen-Klempenow (so nannte man seinerzeit Klempenow, um es von dem ebenfalls in Pommern gelegenen Rothen-Klempenow zu unterscheiden) erwähnt. Sie wurde 1494 von Bischof Benedicto von Cammin als "Kapelle zu den Heiligen Fünf Wunden" geweiht. Ob diese Kapelle an gleicher Stelle wie die heutige Kirche stand, ist nicht sicher, wird aber angenommen.
1610 wird die Glocke gegossen, die heute noch in der Kirche hängt.
Im Dreißigjährigen Krieg erobern 1631 die Schweden die Burg Klempenow. Königin Christine macht Klempenow vorübergehend zu ihrer Residenz und ließ eine Privatkapelle für sich errichten.
Die Fachwerkkapelle vor den Toren der mittelalterlichen Burg wurde erst nach dem Krieg wohl im Jahr 1690 errichtet, 1696 wird sie erstmals in einem Schwedischen Matrikel erwähnt und aus dem Jahr 1699 existiert ein Inventarverzeichnis.
Der hölzerne Turmaufsatz beherbergt die Glocke von 1610.
Die Innenausstattung stammt aus der Erbauerzeit.
1788 erfolgte die Zusammenführung von Altar und Kanzel zum Kanzelaltar.
Der Windfang an der Südseite wurde 1825 angefügt.
An der Südwand hängt eine Gedenktafel für zwei Opfer der Befreiungskriege von 1813. Die Tafel an der Nordwand nennt 15 Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen.
Auf dem Friedhof in Breest (dessen Ortsteil Klempenow heute ist) steht das Kriegerdenkmal der Gemeinde, es nennt elf Namen, von denen zehn auch auf der Gedenktafel enthalten sind.

Quellen: