Dorfkirche Staven

Ein schlichter turmloser Hallenbau aus sauber geschichteten Feldsteinen mit geradem Ostschluss mit Dreifenstergruppe. Im Giebel eine eingesenkte Dreier-Blende, Chorfenster mit Putzfaschen und roten Buntglas-Bogenkreuzen.
Eingangsportal vorgesetzt. Auf der Südseite die Portale der Laien- und Priesterpforte zugesetzt.
Ein freistehender hölzerner Glockenstuhl mit zwei Stahlglocken - beide aus der Bochumer Vereins-Gießerei, 1878.
Im Innern eine flache Holzbalkendecke.
Schlichte hölzerne Innenausstattung: Altartisch mit Schranke, Kanzel mit Aufgang und Schalldeckel, Relieffiguren in den Wangen (Evangelisten oder Apostel (Paulus mit Schwert) ohne Symbole), Pastoren- und Gemeindegestühl. Im Altarraum steht ein Harmonium der Firma Hinkel, ein weiteres steht auf der Westempore. An den Wänden hängen Gedenktafeln für die Opfer der Weltkriege. Während die Tafel an der Nordwand die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nennt, listet die Tafel an der Südwand neben den gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs auch die Opfer stalinistischer Gewalttaten aus der unmittelbaren Nachkriegszeit auf.
Hinter der Kirche führt die Neuenkirchener Straße am Friedhof vorbei. Vor dem Eingangstor steht eine Trauerhalle. Auf dem Friedhof erinnert ein Grabstein an die fast sechsjährige Helene Kauffmann und ihren vierjährigen Bruder Wilhelm, beide gemeinsam verstorben am 7. März 1944, wobei die genauen Umstände ihres Todes mir nicht bekannt sind.