Dorfkirche Roggenhagen (Gemeinde Brunn)

Feldsteinkirche mit integriertem Westturm und geradem Chor in Schiffsbreite. Die beiden Ostfenster sind mit Glasmalereien ausgestattet und zeigen Christus und Paulus. Die Schiffsfenster sind im Scheitel mit floralen Ornamenten geschmückt.
Priester-Pforte auf der Südseite, Nordsakristei, Westportal, Anbau im Osten, Ostgiebel mit gestaffelten Blenden.
Der Innenraum ist flachgedeckt, die Wände sind mit Quaderung gezeichnet, die Ausstattung ist schlicht. Im Altarraum dominiert die hölzerne Wand des Kanzelaltars mit seitlichen Verschlägen. Die farbenfrohen Glasmalereien der Ostfenster erscheinen wie ein Altarbild.
An der Südseite steht eine moderne Kleinorgel und ein achteckiger Taufstein. An der Nordwand hängen Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Das Gestühl und die Westempore sind aus schlichtem Holz gefertigt. Die im Jahr 1846 anlässlich der Renovierung der Kirche von Carl Hercker geschenkte Orgel ist nicht mehr vorhanden. Lediglich die Prospektwand mit dem Manualverschlag wurde zur Erinnerung an der Westwand aufgestellt und mit einer Erinnerungstafel versehen.
Die Kirche stand bis 1945 unter dem Patronat der Familie von Dewitz. Eine Familiengrabstätte auf dem umliegenden Friedhof erinnert daran. Während des Zweiten Weltkrieges hat Frau von Dewitz das Geläut der Kirche, bestehend aus drei Glocken, vor der Ablieferung bewahrt. Die drei Bronzeglocken wurden alle bei Voss & Sohn in Stettin gegossen. Die ältere und kleinste von 1891 überstand den Ersten Weltkrieg, die beiden anderen wurden 1923 als Ersatz für die im Krieg eingeschmolzene vom Patron und weiteren Gemeindemitgliedern gestiftet.
In der Glockenstube ist zudem noch das alte Uhrwerk der Turmuhr zu sehen.
Auf dem Friedhof befindet sich ein Soldatengrab.