Dorfkirche Grammentin

Die schlichte Hallenkirche wurde aus Backstein mit Feldsteineinschlüssen im späten 15. Jahrhundert errichtet und hat einen polygonalen Chorabschluss mit Strebepfeilern. Die Chorfenster sind vermauert. Vermutlich wurde die Kirche im 30jährigen Krieg stark zerstört; das umlaufende Traufgesims entstammt jedenfalls der Barockzeit.
Der Westturm mit einem Untergeschoss aus Fachwerk und einem verbretterten Oberteil mit schindelgedecktem Pyramidenhelm wurde im 18. Jahrhundert angesetzt. Im Turm hängen zwei Glocken; eine Bronze-Glocke, 1848 bei F. Schünemann in Demmin gegossen und eine Gusseisen-Glocke von 1969 aus Apolda.
Die Schiffsfenster wurden im 19. Jahrhundert neugotisch verändert und sind mit Buntglas modern geschmückt.
Im 19. Jahrhundert erfolgte eine umfangreiche Umgestaltung der Kirche. Eine Flachdecke, die Orgelempore und das Gestühl der Kirche kamen zu dieser Zeit in die Kirche. Zur Ausstattung gehören ein Renaisance-Altaraufsatz (17.Jh.), eine etwas jüngere Holzkanzel mit Schalldeckel und eine Orgel aus dem Jahr 1867, deren Erbauer nicht bekannt ist.
Reste von Wandmalereien des 16./17. Jahrhunderts wurden freigelegt. An Nord- und Südwand hängen jeweils die Gedenktafeln für die Gefallenen der Weltkriege.
Ein Kriegerdenkmal steht im Süden der Kirche.
Am Ortseingang befindet sich ein neuer kommunaler Friedhof mit Trauerhalle, dort befindet sich auch eine Grabstätte eines Revierförsters.

Quellen:
Kirchenführer der Evang. Kirchengemeinde Kummerow, Broschüre, Pfarrerin Christa Heinke, Ev. Kirchengemeinde Kummerow, 2006