Dorfkirche Lindenberg

Die Hallenkirche ist ein verputzter Feldsteinbau mit einem geraden Chorabschluss.
Vermutlich ist die bereits früher errichtete Kirche im Jahre 1580 umgebaut worden.
Nach dem Kirchturmbrand im Jahr 1920 wurde das übriggebliebene Untergeschoss überdacht und die Glocke in einen freistehenden, eisernen Glockenstuhl verbracht. Am 17.05.2012 konnte der neue Kirchturm eingeweiht werden.
Der Innenraum ist von einer flachen Holzbalkendecke überspannt.
1597 wurden in der Kirche Wandmalereien angebracht, die zum großen Teil durch Pastor Bauer 1956 restauriert und gesichert werden konnten. Der Bilderzyklus umläuft den gesamten Innenraum, lediglich an der Ostwand konnten keine Fresken mehr gesichert werden. Im Zusammenhang mit der Turmerneuerung und der Einrichtung einer Winterkirche im Turmraum konnten 2013 sogar noch im westlichen Spitzbogen Malereien freigelegt werden.
Im Innern zeigt sich eine reiche Ausstattung aus der Zeit um 1650 im Stil der Spätrenaissance.  Altaraufsatz mit Kreuzigungsfigur, Abendmahlsrelief in der Predella, allegorische Figuren an den Ohren, auf dem Gesims Christus Triumphator (die Bekrönung fehlt), die Altarschranken sind mit neun (!) Apostelfiguren besetzt.
Kanzel mit Verschlag, Aufgang und Schalldeckel sowie mit Mosesfigur als Korbträger, am Kanzelkorb halbplastische Figuren von drei (!) Evangelisten sowie Christus als Salvator mundi (mit Erdkugel).
Lesepult und Taufständer sowie Chor- und Bankgestühl und Westempore gehören zur weiteren Ausstattung.
Auf der Westempore steht eine Orgel von Barnim Grüneberg (Opus No. 99) aus dem Jahr 1867 mit neugotischem Prospekt.
Vor der Kirche steht ein kleines Kriegerdenkmal. Auf dem Friedhof steht eine kleine Trauerhalle.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage