Dorfkirche Sponholz

Die Dorfkirche in Sponholz ist ein Fachwerkhallenbau aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg. Über einem Backsteinsockel erhebt sich der rechteckige Bau mit sauber gemauerten Gefachen bei dreifacher Verriegelung. Die Figur halber wilder Mann zeigt sich an allen vier Seiten. 1939 war die Kirche für den Gottesdienst neu hergerichtet worden, nachdem sie wegen Baufälligkeit acht Jahre geschlossen war, die Einweihung fand im November 1939 statt. Eine Tafel am Eingang erinnert daran.
Auf der Nordseite befindet sich ein kleiner verputzter Anbau, der als Grablege für Geheimrat Johann August von Altrock (1700-1770) und seinen Sohn Johann George Carl Wedig von Altrock (1765-1773) dient. Die Familie von Altrock war derzeit Patron der Kirche.
Betreten wird die Kirche über das Westportal. Der Innenraum ist mit einer Balkendecke mit Stützverstrebungen versehen, die auch in die Westempore hineinragen.
Die barocke Innenausstattung stammt aus der Erbauerzeit, in der Brüstung einer Kirchenbank findet sich die Jahreszahl 1692. Im Zentrum steht der schmale Kanzelaltar. Am aufwendiger geschnitzten Kanzelkorb befinden sich gerahmte Gemälde der Evangelisten Johannes, Lukas und Markus. Das Fehlen des vierten Evangelisten Matthäus deutet darauf hin, dass der Kanzelaltar später zusammengefügt wurde. Die Kanzelrückwand zeigt ein Bildnis des Auferstandenen mit Siegesfahne, ein zweites Bildfeld ist leer. Auch die Anordnung des Schalldeckels auf dem Obergesims unterstreicht die These des späteren Zusammenbaus des Altares.
Eine achteckige Taufe aus Industriestein datiert auf das Jahr 1960. Predigerstuhl und Patronatsloge sind einfaches Kastengestühl. Auf der Nordseite ist über der Tür zur Grablege eine Inschrifttafel und ein Allianzwappen der Familie von Altrock / von Kaiserling angebracht.
An der Südseite steht die obligatorische Gedenktafel für die im Kampf gegen Napoleon gefallenen Strelitzer Husaren und Freiwilligen Jäger.
Die Westempore ist heute verglast und wird als Winterkirche genutzt.
Auf dem mit einer Feldsteintrockenmauer umsäumten Kirchhof steht ein hölzerner Glockenstuhl mit Satteldach. Im Glockenstuhl hängt eine Bronze-Glocke, von Hofglockengießer C. Illies zu Waren Mitte des 19. Jahrhunderts gegossen.
Ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs steht im Südwesten außerhalb des Kirchhofs.
Ein neuer Friedhof befindet sich am Ortseingang aus Richtung Neubrandenburg.
Kurz dahinter erhebt sich auch schon das ehemalige Herrenhaus. Im Giebel des Mittelrisalits prangt das herrschaftliche Wappen der Familie v. Altrock.