Dorfkirche Woosten (Stadt Goldberg)

Der Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert wurde auf einem Feldsteinsockel errichtet. Der etwas eingezogene Rechteckchor ist kreuzrippengewölbt, das Langhaus mit einer flachen Bretterdecke verschlossen. Der Fachwerk-Turmaufsatz stammt von 1618 und steht auf vier bebeilten Holzpfeilern, die im Kirchenschiff sichtbar sind. Der Ostgiebel ist blendengeschmückt. Der Priesterpforte auf der Südseite des Chores wurde eine Eingangshalle vorgesetzt. Die Laienpforte unter dem westlichen Südfenster dient als Zugang zum Kirchenraum.
Chor und Schiff werden durch einen spitzen Triumphbogen getrennt.
Die Inneneinrichtung ist sehr schlicht, aber es gibt durchaus sehr interessante Ausstattungsstücke zu bewundern.
Der Altarraum wurde 1962 nach L. Mannewitz neu gestaltet. Das hochgotische Triumphkreuz (um 1400) steht nun auf der mit einem Abendmahlsrelief versehenen und von zwei Schnitzfiguren flankierten Predella des Altaraufsatzes. Die Renaissancebrüstung der Westempore stammt aus der Zeit um 1600. Die Orgel aus dem Jahr 1859 ist ein Werk von Friedrich Hermann Lütkemüller. Auf der Empore steht eine Stammbaumtafel der Familie von Linstow aus dem Jahr 1669. Schmuckstück ist die reich verzierte Sandsteinfünte aus dem Jahr 1612, gestiftet von der Familie von Grabow, Patron der Kirche. An der nördlichen Seite des Triumphbogens wurde die Grabplatte des Erbherrn Elar von Grabow aufgestellt. Unter der Empore lehnt an der Westwand eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Auf der Südseite des Kirchhofes steht ein Denkmal für die Opfer beider Weltkriege.
Die Nord- und Ostseite des Kirchhofes ist als Friedhof gestaltet.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)

Quellen:
Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim, Buch, ZEBI u. START e.V., Edition Temmen, 2001