Dorfkirche Kloster Wulfshagen (Stadt Marlow)

Am nördlichen Rand des Dorfes steht in sehr schöner Lage auf einem kleinen Hügel und von einer Mauer umgeben ein rechteckiger Fachwerkbau mit einem geböschten Westturm, der zum Teil aus (bemalten) Ziegeln eines Vorgängerbaus Ende des 17. Jahrhunderts errichtet wurde.
Der verbretterte Glockenturm aus Eichenholz trägt einen Pyramidenhelm und war mit Kugel und Wetterhahn ausgestattet. Im Turm hängt eine Glocke ohne Inschrift aus dem 14. Jahrhundert. Am Balken daneben findet man eine Inschrift mit der Jahreszahl 1696. Der Glockenturm wurde 2005 restauriert, dabei bekam die Glocke einen neuen Klöppel.
Der Innenraum des einschiffigen Langhauses ist von einer hölzernen Flachtonne gedeckt.
Der Schnitzaltar stammt aus der Zeit um 1500, wobei Mittelteil und Krone barock verändert wurden. In den Seitenflügeln befinden sich zwölf Reliefs mit Darstellungen aus dem Marienleben und der Passion Christi. Die ursprünglichen Darstellungen im Mittelteil, wahrscheinlich eine Madonnen-Darstellung, wurden Anfang des 18. Jahrhunderts durch zwei von Akanthusschnitzwerk umrahmte Medaillons mit Bildern von Abendmahl und Auferstehung ersetzt. Aus gleicher Zeit stammt auch die Bekrönung mit einem von Engeln gehaltenen Himmelfahrtsgemälde.
Die Renaissance-Kanzel mit Schalldeckel und Wappen derer von Zepelin entstand in der ersten Hälfte des 17. Jahunderts, der Aufgang um 1800.
Aus derselben Zeit stammen auch die Patronatsloge, der Pastorenstuhl und das Gemeindegestühl.
Die Kirche ist von einem Friedhof mit Natursteinmauer umgeben. Auf dem Friedhof findet man einige interessante Gräber: Familiengrabstätte Neumann, Kantor König (+1911) und eine Grabstelle dreier in den letzten Kriegstagen ums Leben gekommener Volkssturmmänner.
Für den Erhalt der Kirche setzt sich seit 2003 ein Förderverein ein.
(weitere Quelle: Informationstafel an der Kirche)
 

Quellen:
Von Der Recknitz Bis Zum Strelasund - Offene Kirchen I, Broschüre, Jana Olschewski, Thomas Helms, Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006
Kirche in Kloster Wulfshagen, Flyer, Förderverein zur Erhaltung der Kirche e.V., 2005