Kapelle Groß Toitin (Stadt Jarmen)

Die Kapelle aus behauenen Granitsteinen zeigt neoromanische Formen und wurde wohl 1860 errichtet.
Am Westgiebel befindet sich eine eingezogene Vorhalle und ein Dachreiter aus Ziegel mit einer kleinen Glocke, die 1840 von F. Schünemann in Demmin gegossen wurde.
Im Osten erfolgt der Chorabschluss aus dem Achteck.
Der Innenraum wird von einer flachen Balkendecke überspannt.
Zur Ausstattung gehört eine Kuppa eines mittelalterlichen Taufsteins (um 1300).
Der Kirchhof wird im Süden von einer Feldsteintrockenmauer begrenzt. Auf der Nordseite befindet sich ein kleiner Friedhof. Vor der Kapelle steht seit 2012 ein Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Zudem findet man auf der Südseite ein Grab von zwei unbekannten deutschen Soldaten, die im Mai 1945 gefallen sind.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006