Dorfkirche Gramzow

Die Hallenkirche, ein großer Backsteinsaal von zwei Jochen, wurde auf Resten eines gotischen Backsteinschiffs mit Strebepfeilern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Die Obergeschosse des schiffsbreiten Westturmes wurden 1795 abgebrochen,  das Satteldach im Westen abgewalmt und der Ostgiebel vereinfacht.
1862 wurden bei einer Restaurierung die massiven Gewölbe durch hölzerne Kreuzrippengewölbe ersetzt und das Westportal erneuert sowie die Fenster verändert.
Am Ostende der Nordwand befindet sich ein verputzter Sakristeianbau aus dem 20. Jahrhundert.
Das große dreibahnige Ostfenster ist gedrückt spitzbogig geschlossen und hat ein dreifach gestuftes wulstiges Gewände. Die Fenster der Längsseiten sind ebenfalls dreibahnig, aber nur zweifach gestuft, mit Stab- und Maßwerk mit Fase ausgestattet. Im Norden befindet sich ein gedrückt spitzbogiges Portal in einer Rechteckvorlage, das Südportal ist mit einem Kleeblattbogen versehen, beide Portale sind heute zugesetzt. Zugang zur Kirche bekommt man über das spitzbogige Stufnportal in der Westwand. Diese mit Resten barocken Verputzes und segmentbogigen Öffnungen zuseiten einer quadratischen Blende. An der Südwand sind im Mauerwerk Ritzzeichen erkennbar, einige davon stellen Sonnenuhren dar.
Die einheitliche Innenausstattung mit Blockaltar, geschlossener Altarwand, Kanzel, Taufe, Gestühl und Westempore sowie Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1862. Ebenso die Orgel von Barnim Grüneberg, Stettin. Ein Taufstein aus Granit stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert.
In der Turmhalle steht eine Grabplatte für den Ritter D. Budde (+1591) mit Inschrift, Wappen und Flachrelief des Verstorbenen.
Im Turm hängen zwei Glocken aus dem 15. Jahrhundert.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteinmauer umgeben.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006