Dorfkirche Reinberg (Gemeinde Wolde)

Die kleine Hallenkirche aus Backstein mit Chorapsis und formschönen Treppengiebeln im Westen und Osten wurde auf dem Sockel einer abgebrannten Vorgängerkirche errichtet. Nachdem der Westgiebel Risse bekommen hat, wurde die Glocke aus der Glockenstube in den
freistehenden Glockenstuhl an der Nordostecke der Kirche umgehängt. Die Glocke wurde 1873 von Voß & Sohn, Stettin, gegossen (Nr. 510).
Das Westportal sitzt in einer kunstvollen wimpergübergiebelten Wandvorlage.
Der Innenraum wird von einer flachen hölzerne Deckenkonstruktion überspannt. In der Chorapsis gibt es ein sechsteiliges Rippengewölbe. Die Leibungen von Triumphbogen und den Schiffsfenstern sind mit neugotischer Rankenmalerei versehen. In den Scheiteln der Fenster gibt es Buntglasornamente.
Die Ausstattung ist sehr schlicht. In der Apsis steht ein gemauerter Altartisch, davor eine einfache achteckige Taufe. Die hölzerne neugotische Kanzel mit Aufgang und Verschlag, aber ohne Schalldeckel, steht auf einem achteckigen Fuß. Die Gemeinde nimmt auf einem Bankgestühl Platz. Unter der Westempore hängt an der vertäfelten Westwand eine Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Auf der Empore steht die von Wilhelm Sauer in Frankfurt/Oder gebaute Orgel (Opus 510). Da der Prospekt sowohl farblich als auch von der Größe nicht richtig auf die Empore passt, ist zu vermuten, dass die Orgel ursprünglich für eine andere Kirche bestimmt war.
Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Der Kirchhof wird von einer Feldsteinmauer umchlossen. Ein Kriegerdenkmal steht wenige Meter von der Kirche entfernt an der Straßenbiegung.