Dorfkirche Wildberg

Der älteste Teil der Wildberger Dorfkirche ist der gerade Chor in Schiffsbreite aus Backstein über einem Granitquadersockel; mit Ecklisenen, Dreifenstergruppen und einem umlaufenden Zierfries, dem sogenannten Deutschen Band, trägt er noch romanische Züge. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die gestaffelte Dreifenstergruppe der Ostwand wurde verändert und das mittlere Fenster zugesetzt. Das Giebeldreieck wird von aufsteigenden Putzblenden gesäumt. Ein Blendenkreuz ist von spitzbogigen Putzblenden umstellt.
Das Kirchenschiff aus Feldsteinen wurde aus früherem Baumaterial angefügt.
Später kam dann noch ein verbretterter Westturm mit barocker Haube hinzu.
Die Priesterpforte - ein spitzbogiges und reich profiliertes Stufenportal - sitzt in einer quadratischen Wandvorlage. Die Laienpforte, ein schlichteres Stufenportal, ist korbbogig geschlossen. Die Totenpforte auf der Nordseite wurde zugesetzt.
Das Schiff wird durch eine flache Bretterdecke, bemalt als Sternenhimmel, geschlossen. Im Chor ein achtteiliges Rippengewölbe mit romantischer Engel-Bemalung.
Zur schlichten Ausstattung gehört ein hölzerner Altaraufsatz, der wohl aus älteren Stücken zusammengesetzt wurde (Jahreszahl 1612); auf dem Gesims zwei Schnitzfiguren, zwei Bilder (Abendmahl, Kreuzigung) im Mittelteil. Am Triumphbogen befindet sich eine Vorhangmalerei hinter der Kanzel (nord) und der Gedenktafel an der Südseite. Die Kanzel mit Schalldeckel, Aufgang und Verschlag (urspr. wohl 17.Jh.), ein einfaches Chorgestühl, das Bankgestühl für die Gemeinde, die achteckige hölzerne Taufe und die Westempore mit zehn Brüstungsbildern vom Leben und Wirken Jesu sowie mehrere Gedenktafeln vervollständigen die Ausstattung. Die ursprünglich einmanualige mechanische Orgel wurde 1829 gebaut und ca. 100 Jahre später von Felix Grüneberg zu einer zweimanualigen pneumatischen Orgel umgebaut. Ob das ursprüngliche Instrument ebenfalls von der aus Magdeburg um 1782 nach Stettin übersiedelnden Orgelbauerfamilie Grüneberg gebaut wurde oder eventuell von Carl August Buchholz (1796-1884), ist nicht näher bekannt.
Auf dem von einer Feldsteinmauer umschlossenen Kirchhof befinden sich noch einige ältere Grabstätten. Am Ortseingang befindet sich der neue Friedhof.
Auf einem Platz hinter der Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.