Kapelle Vorbein (Stadt Loitz)

Der kleine rechteckiger Putzbau mit dem Walmdach und den Eckrustika wurde 1816 unter Leitung von Johann Gottfried Quistorp anstelle eines vollständig abgebrochenen mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet.
Zur bauzeitlichen Innenausstattung gehört ein Kanzelaltar mit seitlichen Verschlägen, Gestühl und vergoldeten Verzierungen.
Vorbein war eine landesherrliche Domäne, da Schwedisch-Pommern 1815 an Preußen gefallen war, wurde über dem Patronatsstuhl der schwarze preußische Adler angebracht. Das Kastengestühl für die Gemeinde wurde in den 1980er Jahren zu Gunsten einer neuen Bestuhlung entfernt.
Im freistehenden Stahl-Glockenstuhl eine Bronze-Glocke von 1798, gegossen von Gottlieb Metzger in Stralsund.
Der Kirchhof ist von einer Feldsteintrockenmauer umgeben, im Südwesten steht ein rundbogiges Friedhofsportal. Vor dem Kirchhof stehen Gedenksteine für die Weltkriegstoten.

Quellen:
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006