Dorfkirche Gülzowshof (Gemeinde Düvier)

Der neugotische Ziegelbau mit eingezogenem Rechteckchor stammt aus dem Jahr 1900 und besitzt ein großes rundes Ostfenster mit Christus-Darstellung.
Der schlanke Westturm mit spitzem, ziegelgedecktem Pyramiden-Helm beherbergt seit 1997 drei Glocken.
An die Chorapsis schließt sich südlich eine Eingangsvorhalle an, die der Pfarrer zum Eintritt benutzt. Die Gemeinde erhält Zutritt über das Portal am Westturm. Vom Turmraum führt ein Treppenturm auf die Westempore. Über das Westportal gelangt man ins Kircheninnere.
Eine hölzerne Halbtonne bildet die Deckenkonstruktion. Die Apsis ist mit einem gemauerten Gewölbe verschlossen. Der Altarraum zeigt eine zeitgenössische Vorhangmalerei, das Schiff ist mit Zierborte und Quadergliederung ausgemalt.
Die Orgel und das Gestühl stammen aus dem Vorgängerbau. Der Altartisch steht auf einem flachen Podest. Die kreuzbesetzte Spitze des dreieckigen hölzernen Altaraufsatzes erhebt sich verschmelzend in die farbenprächtige Glasmalerei des Rosettenfensters der Ostwand, den auferstandenen Christus mit Siegesfahne zeigend im Mittelkreis.
In der Südostecke des Kirchenschiffs steht die schlichte Holzkanzel mit Aufgang. In der Nordostecke befindet sich der imposante Taufstein mit einer achteckigen Taufschale aus Messing. Über ihm hängt an der Wand die Gedenktafel für die Gefallenen des preußisch-französischen Krieges 1870/71. Die Gedenktafel für den Ersten Weltkrieg hängt zentral an der Südwand des Schiffs. Eine kleine Tafel im westlichen Teil der Nordwand erinnert an den Gefreiten Hans Kobernus, der 1942 bei Charkow sein Leben ließ.
Auch die zweibahnigen Fenster im Schiff zeigen ornamentale Glasmalerei, besonders prächtig ist der Scheitelbogen ausgefertigt.
Die Kirche ist von einem Friedhof und einer Feldsteinmauer umgeben. Im Nordwesten befindet sich die Familiengrabstätte derer von Bonin. Nördlich der Kirche steht ein Wohnhaus, das auch eine Winterkirche bzw. den Gemeindesaal beherbergt. Unter einer großen Eiche steht am Ufer des Dorfteiches ein großer Feldstein mit stark verwitterter Aufschrift, die erkennen lässt, dass es sich bei dem Stein um das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkriegs handelt.