Dorfkirche Mallin

Ein kleiner, gelb verputzter Ziegelbau mit dreiseitigem Chorabschluss aus dem Achteck, vermutlich Ende des 17. oder Anfang des 18 Jahrhunderts neu oder aus einem Vorgängerbau errichtet. Der quadratische Fachwerk-Turmaufsatz trägt eine offene Laterne und eine schindelgedeckte Spitze. Die rundbogigen Fenster mit Putzfaschen wurden später vergrößert. Das Ostfenster wurde zugesetzt, ebenso das Westportal. Betreten wird die Kirche über das rundbogige Nordportal. Der Innenraum ist flachgedeckt. Der Altarraum wird fast vollständig von einem imposanten Kanzelaltar mit seitlichen Durchgängen und Verschlägen sowie den Pastoren- und Patronatsgestühlen ausgefüllt. Der Kanzelaltar trägt bereits klassizistische Züge. An der Rückwand des Patronatsgestühls prangt das Familienwappen der Barone von Hauff. Auf der Westempore steht eine Grüneberg-Orgel aus dem Jahr 1911. Unter der Empore ist eine Winterkirche eingerichtet, dort steht noch ein Harmonium. Ein achteckiger, industriell gefertigter Taufstein trägt die Aufschrift des Jesu-Wortes "LASSET DIE KINDLEIN ZU MIR KOMMEN" aus dem Markus-Evangelium (10.14). Zwei Gedenktafeln erinnern an Gefallene aus der Gemeinde, im Ersten Weltkrieg waren es zusammen mit den vier Vermissten 14 Kriegsopfer; bereits 1907 starb der Gefreite Friedrich Stolpe aus der Schutztruppe in Südwestafrika.
Auf dem umliegenden Friedhof befindet sich die Grabstätte von Baron v. Hauff und seiner Familie. Das ehemalige Herrenhaus befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Waldrand (Schlossallee). Das imposante Schloss ist mittlerweile stark verfallen.