Dorfkirche Mollenstorf

Frühgotische rechteckige Hallenkirche aus Backstein über hohem Feldsteinsockel,
ehemalige Stützpfeilern noch im Mauerwerk erkennbar, um 1335 errichtet.
Nordsakristei abgebrochen, Fenster barock überformt.
Priesterpforte auf der Südseite als Haupteingang, Portale an Nord- und Westseite wurden zugesetzt. Am Westgiebel befindet sich ein freistehender Glockenturm mit zwei mittelalterlichen Glocken (mittlere 1512 gegossen), die dritte große Glocke wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.
Im Innenraum eine flache hölzerne Tonnendecke.
Die Ausstattung wurde beim Umbau 1961 verändert. Das Chorgestühl und Patronatslogen wurden entfernt und ein schlichter Altartisch aufgestellt.
Kanzel mit Stifterwappen (v.Wenkstein, v.Bibow, v.Gundlach) wohl erst nach 1800,
barocker Altaraufsatz 1750 mit Stifterwappen v.Bibow u. v.Gans (seitlich abgestellt),
geschnitzte Pieta unbekannter Herkunft, Taufständer aus Metall mit silberner Taufschale,
Orgelempore mit (Laue) Holland-Orgel 1843, Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Umbau 1961, Einbau einer Winterkirche im östlichen Innenraum.
Der Kirchhof wird von einer Feldsteinmauer umschlossen und ist als Friedhof gestaltet. Auf dem Friedhof befindet sich eine Grabstätte der Gutsbesitzerfamilie von Gundlach. Anbei das ehemalige Herrenhaus.

Quellen:
Kirchen auf der Spur... Kirchenkreis Stargard / Landkreis Mecklenburg-Strelitz, Broschüre, Landkreis MST / Kirchenkreis Stargard, Löhlein & Löhlein, Steffen-Druck, 2009
Die Filialkirche zu Mollenstorf bei Penzlin gestern u. heute, Broschüre, WeyTeCon GmbH, Hartmuth Reincke, Manfred Seichter u. Lars Weyerstraß, Druckerei Diakoniewerkstätten Neubrandenburg, 2008