Dorfkirche Marihn (Stadt Penzlin)

Die Kirche ist ein neugotischer Backsteinbau mit leicht eingezogenem, geradem Chorabschluss, errichtet in den Jahren 1904-1905 unter großherzoglichem Patronat. Eine Tafel am westlichen Eingang des südlichen Anbaus erinnert an die Kirchweihe am 27. August 1905 in Gegenwart des hohen Patrons und des damaligen Besitzers von Marihn, Carl von Rocheid.
Der Kirchbau ist mit zahlreichen architektonischen Details ausgestattet.
Eine umlaufende Putzblende im Traufbereich, der südliche Anbau mit seinen rundbogigen Putzblenden und Backsteinaufsätzen, ein Westgiebel mit Putzblenden und dem spitzen Turmaufsatz sowie dem vorgesetzten Anbau mit einem rundbogigen Eingangsportal mit mehrstufigem Gewände gehören dazu.
Die zeitgenössische Innenausstattung besteht u.a. aus einer sechseckigen Kanzel mit Schalldeckel, einem Lesepult und einem geschnitzten Holzaltar mit Kreuzaufsatz.
Im Turm hängt eine Glocke aus dem Jahre 1904, die von der Gießerei M&O Ohlsson aus Lübeck gegossen wurde.
Der Friedhof wird von einer roten Backsteinmauer umgeben.
Zu finden sind hier das Erbbegräbnis der Familie v. Rocheid und Grabkreuze der Familie v. Oertzen, die die ehemaligen Besitzer von Marihn waren.
 

Quellen:
Die Filialkirche u. das Kirchdorf Marihn gestern u. heute, Broschüre, WeyTeCon GmbH, Hartmuth Reincke, Manfred Seichter u. Lars Weyerstraß, Druckerei Diakoniewerkstätten Neubrandenburg, 2009