Dorfkirche Murchin

Die Kirche in Murchin ist ein rechteckiger, turmloser Putzbau auf einem Granitsteinfundament, errichtet 1604.
Die kleinen barocken Fensteröffnungen haben Faschen, in der Ostwand sind die Fenster zugesetzt und im Giebel als Blenden gearbeitet.
An der Westseite gibt es ein Eingangsportal und kleine rechteckige Fenster.
Das Portal auf der Südseite ist zugesetzt und in die Öffnung ist jetzt der Gedenkstein für die Weltkriegsopfer eingesetzt.
Die Kirche ist mit einem Satteldach aus Ziegel gedeckt.
Der Innenraum ist flachgedeckt.
Zur Ausstattung gehört ein schlichter barocker Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert mit einem polygonalen Kanzelkorb, Schalldeckel und Rückwand, das Altargehege wurde entfernt. Aus der gleichen Zeit stammt wohl das Bankgestühl und die Orgelempore. Die Orgel ist modern. Interessant ist ein kleines Holzrelief aus dem 17. Jahrhundert. Es zeigt die Szene der Segnung des Pharao durch Jakob und ist wohl ein Relikt eines Altaraufsatzes.
Im freistehenden Glockenstuhl auf dem Kirchhof hängt eine Glocke von 1448.
Auf dem umliegenden Friedhof befindet sich die GFamiliengrabstätte der Homeyer, letzte Besitzer von Murchin, sowie eine ältere Trauerhalle.
Außerhalb des Ortes befindet sich ein kleiner neuer Friedhof mit einer rechteckigen modernen Trauerhalle.

Quellen:
Dorfkirchen Landeskirche Greifswald, Buch, Norbert Buske, Gerd Baier, Evangelische Verlagsanstalt Berlin, 1984, 1987 2. Auflage
Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene - Offene Kirchen II, Broschüre, Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte e.V., Thomas Helms Verlag Schwerin, 2006