Dorfkirche Vipperow

Der rechteckige, spätromanische Feldsteinbau mit geradem Ostschluss stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen der Region.
Der Ostgiebel in Backstein ist mit einer verputzten Staffelblende und veränderten Dreifenstergruppe versehen, auffällig ist eine zugesetzte rundbogige Nische mit glasierten Steinen im Gewände.
Die weit herunter gezogene Nordsakristei stammt wohl aus dem 15. Jahrhundert.
Das Südportal ist spitzbogig mit Dreieinigkeitsfenster.
Der Fachwerk-Turmaufsatz mit Spitzhelm kam im 18. Jahrhundert hinzu.
An der Nordostecke findet man einen nur wenige Zentimeter großen "Thorshammer".
Der Innenraum wird von einer flachen Balkendecke überzogen.
Reste einer Wandmalerei aus dem 14./15.Jh. mit Endgerichtsszene wurden 1984 freigelegt.
Der Schnitzaltar-Mittelschrein wurde um 1500 gefertigt, die Seitenflügel wurden modern gestaltet, eine Mondsichelmadonna umringt von vier Engeln im Mittelteil sowie Petrus mit Maria Magdalena, Jakobus mit Katharina, Barbara mit Johannes und Elisabeth mit Matthäus sind als Figuren dargestellt.
Zur Ausstattung gehören weiterhin eine einfache Holzkanzel, der schlichte Taufstein und die Orgelempore mit einer Orgel von Friedrich Heinrich Lütkemüller aus dem Jahr 1865.
Ferber'sches Grabgewölbe.
Vor der Kirche steht das Kriegerdenkmal sowie eine Weltkriegsgedenkstätte und ein  Soldatengrab eines unbekannten Soldaten.
Der Friedhof der Gemeinde mit Trauerhalle befindet sich am anderen Ende der Gemeinde (Priborner Str.). Dort befindet sich auch eine weitere Grabstelle für gefallenen deutsche Soldaten.   

Quellen:
Kirchen in der Mecklenburgischen Seenplatte Südl. Müritz, Broschüre, IG der KirchenführerInnen Mecklenburgische Seenplatte, Druckerei Beyer GbR, Röbel,